Erfolg mit Referenzen

    Neues Video von Google: Die Lenkung fehlt

    Viele Referenzgeber machen bei Video Case Studies ihrer Lieferanten mit, weil sie darin eine Möglichkeit sehen, die eigene Marketingbotschaft kostenlos und huckepack zu vermitteln. Das ist in vielen Fällen zwar unrealistisch, denn die Zielgruppen von Referenznehmern und Referenzgebern sind vor allem im B2B selten identisch - trotzdem ist es das gute Recht eines Referenzgebers, in einer Video Case Study seines Lieferanten etwas von sich zu erzählen. Er soll schließlich für den Aufwand auch einen gewissen Gegenwert bekommen, und sei es nur etwas Publicity, nützlich hin oder her. Bei Referenzgebern aus B2C kann man ja sogar noch einen gewissen Mediawert erkennen.

     

    Derzeit fällt jedoch eines auf: Immer mehr Referenzgeber übertreiben es mit der Selbstdarstellung. Und weil immer mehr Video Case Studys ohne Regie und ohne inhaltliche Führung produziert werden, greift die Selbst-Lobhudelei um sich. Ein besonders deutchliches Beispiel dafür ist diese Video Case Study von Google über den Google-Kunden BMW:

    Da darf die Marketingfrau von BMW zu Anfang platte Sprüchlein aus der Werbeschublade aufsagen – völlig sachfremd, denn es geht in der Case Study ja nicht um das Design der Autos. Dabei werden – hier deplatziert  –  BMW-Werbetrailer im Original gezeigt. Zum eigentlichen Thema kommt die Case Study erst nach 38 Sekunden, wenn begonnen wird, die Bewegtbildstrategie von BMW zu erklären.

    Fazit: Die Vorstellung des Referenzgebers ist richtig und wichtig – aber in Maßen und keinesfalls platt werblich und vor allem mit schneller Kurvenfahrt zum eigentlichen Thema.

     

    By the way: Das obige neue Video hat gleich mehrere vermeidbare Schwächen:
    - Die BMW-Marketingfrau ist nicht telegen und sie spricht kein gutes Englisch. Das muss man völlig wertfrei festhalten. Geholfen hätte es, hätte man das ganze Video in deutscher Spracher produziert und ein englisches Voice Over daraufgelegt. Es ist ohnhin so, dass man im Ausland deutsche Produkte und deutsche Unternehmen gerne als "deutsch" wahrnimmt. Da ist ein schlecht gesprochenes englisches Video doppelt destruktiv.

    - Der BMW-Online-Stratege (ab 0:38) rattert seine Aussagen runter, so dass man ihm inhaltlich kaum folgen kann. Auswendig gelernt? Hier versagt das Video nahezu in seiner eigentlichen Funktion - der Informationsvermittlung.

    Bei einer solchen Videoproduktion muss jemand den Mut haben, solche Dinge den Protagonisten - auch wenn sie von einem großen Kunden kommen - zu sagen. Sie selbst wären als erste dafür dankbar. 

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    Kommentare: 1
    • #1

      Kai Morasch (Freitag, 31 Mai 2013 15:09)

      Kann ich nur zustimmen. Habe erstmal eine Weile gebraucht um zu erkennen, um was es eigentlich geht und wer hier wessen Referenz ist. Schnell geschnitten ist ja ok, aber wenn die Sprecher dann den Text runter rattern, muss man es schon 2-3x ansehen und den Inhalt zu verstehen.
      Gruss,
      Kai Morasch

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